#1
Was die Welt halbwegs erträglich macht:
Dass in aller Grausamkeit auch simple Poesie liegen kann. (Eine Leiche, die unbemerkt in der Dämmerung langsam eingeschneit wird.)


#2
Manche Dinge beruhigen dich sofort.
Der Mond wird von der Sonne erhellt.
Ein Vater, der völlig unterbezahlt Konzerte spielt, um seine vier Kinder durchzubringen.


#3
Wir sind meistens übers Feld gegangen, obwohl mir der Weg über die Hauptstraße immer kürzer vorgekommen ist. Weit war es nie. Ich erinnere mich nur an schöne Tage, mit Sonne und viel lauer Luft, durch die wir Sauerrampfer kauend gegangen sind.
Die Schule hat immer gleich gerochen.

#4
Wir sitzen auf ihrem Sofa in ihrer kleinen, von Bergen umgebenen Wohnung. Der Tag ist warm gewesen, die drückende Schwere ist noch immer da.
Wie immer verliere ich im Uno.

#5
Die Sehnsucht nach dem Alltag am Land mit einem Balkon, auf dem selbst gezüchtete Pflanzen stehen. Und der Traum, irgendwann ein altes Bauernhaus zu kaufen, zu zweit, es eigenhändig zu renovieren. Ein kleines Zimmer würde voller Bücher sein und voll warmer Aprilsonne.

#6
Die Ehe als Statussymbol und wahrscheinlich schämt er sich insgeheim für seine misratene Familie.

#7
Manchmal sind Menschen eklig und manchmal fühlt man sich wohl unter ihnen.

#8
Und dass man in Wahrheit nie so schön wie im Spiegel ist.

21.7.15 22:03
 


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